Städtetrip Lissabon interessante Orte
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Insidertipps

Lissabon

Reiseführer

Lissabon bietet Kultur, Monumente, Sonne, Wasser und leckeres Essen. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über die Geschichte und Hintergründe Lissabons. Ihr erhaltet Tipps zur Vorbereitung, für eure Anreise und wie ihr innerhalb der Stadt und Region mobil seid. Außerdem gebe ich euch einen Überblick, was ihr in dieser faszinierenden Stadt nicht verpassen solltet.

Lissabon bietet Kultur, Monumente, Sonne, Wasser und leckeres Essen. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über die Geschichte und Hintergründe Lissabons. Ihr erhaltet Tipps zur Vorbereitung, für eure Anreise und wie ihr innerhalb der Stadt und Region mobil seid. Außerdem gebe ich euch einen Überblick, was ihr in dieser faszinierenden Stadt nicht verpassen solltet.

Lissabon Insidertipps

Lissabon ist ein spannendes, vielleicht auch bisher etwas unterschätztes Reiseziel. Dabei bietet es viel zu Entdecken und hat mich immer wieder überrascht. Dazu zählen sicherlich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie das Castelo de Sao Jorge oder die kleinen Gassen in Alfama.

Aber auch die Nähe zum Meer und die umliegenden Ausflugziele wie Sintra oder Cascais. Nicht zuletzt machen auch die kulinarischen Highlights Lissabon eine Reise wert.

In diesem Artikel stelle ich euch Lissabon in Kürze vor. Ich zeige euch, was ihr in dieser faszinierenden Stadt sehen solltet und gebe Tipps für eure Anreise und die Mobilität vor Ort. Viel Spaß beim Lesen.

Arco da Rua Augusta vom Praça do Comércio

Hintergründe zu Lissabon

Lissabon ist die Hauptstadt Portugals und mit ca. 550.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landes. Die Metropole am Fluss Tejo bildet sowohl das politische, als auch wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Portugals. Gegliedert ist die Stadt seit 2013 von vormals 53 in heutzutage 24 Stadtgemeinden.

Geografisch befindet sich Lissabon im äußersten Westen Europas nahe der Atlantikküste. Dadurch herrscht ein sehr subtropisch-maritimes Klima. Die Sommer sind dadurch zwar trocken aber durch die kühlenden Atlantikwinde nicht besonders heiß.

Blick über Lissabon

Lissabons Geschichte

Lissabon hat eine sehr lange und wechselseitige Geschichte hinter sich, welche u.a. durch Eroberungen und Erdbeben geprägt ist. Die ersten Siedlungsspuren auf dem Gebiet des heutigen Lissabon gab es bereits um 2000 v.Chr. Auch die Phönizier und Karthager nutzten um 1200 v.Ch. den Naturhafen, der durch den Tejo gebildet wird.

Im Laufe der Geschichte folgten wechselnde Herrschaften durch die Römer, die Germanen, die Mauren (ein Zeugnis ist die alte Maurenburg Castelos dos Muros in Sintra) und schließlich christliche Könige. In dieser Zeit ging auch Vasco da Gamas auf Entdeckertour und die Expansion Richtung Südamerika sowie der Aufstieg Portugals zur Kolonialmacht nahm ihren Lauf.

Blick auf die Umgebung des Castello do Mouros

Das heutige Stadtbild ist geprägt durch die Wiederaufbaumaßnahmen nach dem großen Erdbeben von Lissabon am 1. November 1755. Bei diesem Beben, einem nachfolgenden Großbrand sowie einem Tsunami wurde die Stadt fast vollständig zerstört. Auch das übrige Europa wurde philosophisch und theologisch in eine tiefe Sinnkrise gestürzt.

Niemand konnte sich zu dem Zeitpunkt erklären, wieso ein allmächtiger Gott die Hauptstadt eines streng katholischen Landes an einem christlichen Feiertag zerstört. Der geschwächte König José I überließ die Verantwortung für den Wiederaufbau der Stadt dem Premierminister und Marqués de Pombal überließ.

Dieser baute daraufhin die Stadt in der heutigen Form, mit den rechteckigen, geraden und breiten Straßen und den großen Plätzen in kurzer Zeit wieder auf. Der Marqués de Pombal setzte sich so selber ein Denkmal.

Brunnen in Lissabon

Lissabon – Reisezeit

Wie bereits erwähnt ist das Wetter in Lissabon eher subtropisch und durch den Atlantik geprägt. Dadurch liegen die Durchschnitstemperaturen in den Sommermonaten zwischen Juni und September bei etwa 25°-28°C, die Höchsttemperaturen im Juli und August bei etwa 30°. Grundsätzlich ist Lissabon sicherlich das gesamte Jahr über eine Reise wert.

Beliebt sind aber vorwiegend der Frühling und der Frühherbst, wenn das Wetter in Deutschland eher ungemütlich ist. Da ist es doch schön, wenn man in Lissabon die warmen Sonnenstrahlen genießen kann. Ich war Ende Juli vor Ort und das Wetter war durchaus schön, jedoch nicht so warm wie ich es zu Beginn erwartet habe. Die Temperaturen haben sich meist zwischen 21° und 26° eingependelt.

Blick vom Castello de Sao Jorge

Auffällig war, dass während dieser Zeit, und wahrscheinlich in den Sommermonaten generell, kaum Einheimische in Lissabon waren. Die Portugiesen fahren in den Sommermonaten logischerweise selber in den Urlaub. Jedoch hieß dies nicht, dass die Stadt nun leer war. Denn wie zu erwarten, bevölkerten entsprechend viele Touristen die Stadt und sorgten ab und an für lange Schlangen an den Sehenswürdigkeiten.

Es ist daher schwer zu sagen, wann die definitiv beste Reisezeit ist, da dies sehr individuell ist. Solltet ihr eher hitzeempfindlich sein, empfehle ich eher den Frühling oder Frühherbst. Wenn euch höhere Temperaturen um 30° nicht stören und ihr gerne im Meer baden geht, dann könnten der Juli und August geeignet sein. Ich habe jedoch auch gehört, dass der milde Winter in Lissabon sehr schön sein kann, wer da Erfahrung hat, kann gern davon berichten. Ich freue mich auf eurer Feedback.

Spaziergang entlang des Tejo

Lissabon – Reisedauer

Lissabon ist im Vergleich keine sehr große Stadt und die touristischen Highlights lassen sich auch innerhalb von drei Tagen besichtigen. Jedoch könnt ihr auch gerne eine ganze Woche hier verbringen ohne dass es langweilig wird. Ich war beispielsweise sechs Tage vor Ort.

In dieser Zeit kann man die Stadt in Ruhe auf sich wirken lassen und auch mal die etwas versteckten Ecken, Gassen und Restaurants abseits der altbekannten Touristenpfade besuchen. Oder man verbummelt die Zeit einfach in einem Café und lässt den Trubel und das Flair der Stadt auf sich wirken.

Außerdem könnt ihr die Zeit super für Tagesausflüge ins Umland zu nutzen. Dazu gehört beispielsweise das Küstenstädtchen Cascais. Mein Insidertipp: Besucht das in den Bergen gelegene Örtchen Sintra. Hier könnt ihr altherrschaftliche Schlösser und wunderschöne Gartenanlagen besuchen. Übrigens erhebt Lissabon seit 2015 eine Art Touristensteuer, die einen Euro pro Person und Nacht (maximal 8 Euro) beträgt.

Brunnen in Lissabon

Für alle, die nur für einen Zwischenstopp in Lissabon sind und trotzdem in kurzer Zeit viel sehen wollen, habe ich hier noch ein paar geführte Touren* rausgesucht:

Anreise nach Lissabon + Flugtipps

Im Vergleich zu vielen meiner anderen Reisen fand ich die Anreise nach Lissabon per Flugzeug durch die direkte Anbindung sehr einfach und unkompliziert. Deshalb möchte ich auch nicht näher auf die anstrengenderen Varianten wie Zug oder Auto eingehen.

Jedoch will ich auch nicht verheimlichen, dass ein Flug nach Lissabon (vor allem in der Hauptsaison) nicht ganz so günstig zu buchen ist, wie beispielsweise nach London, Mallorca und anderen Standardzielen bekannter Billigflieger. Der Hin- und Rückflug nach Lissabon kostet zumeist zwischen 100 und 300 Euro.

Mein Favorit bei der Flugsuche ist Skyscanner.de. Dort bekomme übersichtlich die günstigsten Flüge innerhalb eines Monats angezeigt. Praktisch ist außerdem die Karten-Funktion, bei der ihr alle angeflogenen Zielflughäfen eures Wunschflughafens auf einer Karte sehen könnt.

Flugzeug landet

Bei meiner Reiseplanung für Lissabon schaue ich zunächst nach der günstigsten Flugkombination und gebe anschließend die Reisedaten bei Booking.com und Expedia.de ein. Mit hinreichender Wahrscheinlichkeit findet ihr so auch noch ein schönes Kombiangebot Flug+Hotel. Wenn ihr also ein wenig mit den Programmen hin und her spielt, könnt ihr durchaus einige hundert Euro in eurer Urlaubskasse sparen.

Lissabon ist per Direktflug u.a. von den großen deutschen Flughäfen Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn, Frankfurt, Stuttgart und München erreichbar. Der Lissabon Portela Airport (LIS) liegt etwa 7 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums.

Dadurch dauert die Fahrt mit dem Aerobus oder der Metro nur etwa 20 – 30 Minuten. Mit höchstens einem Umstieg ist die Fahrt auch sehr komfortabel. Der Aerobus fährt zwischen 08:00 und 23:00 Uhr etwa alle 20 Minuten. Die Betriebszeiten der Metro sind zwischen 06:30 und 01:00 Uhr. Die Einzelfahrt kostet nur 1,45 Euro, es kann jedoch auch das Tagesticket für 6,15 Euro genutzt werden; dazu weiter unten mehr.

Lisbon-metro-map

Metro-Plan Lissabon (Quelle: www.lisbonweekendguild.com)

Kurztripp Lissabon – Kosten

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Lissabon im Vergleich zu anderen westeuropäischen Hauptstädten relativ günstig ist. Dabei möchte ich nun gar nicht auf die Hotelpreise eingehen, die je nach Saison, Lage und Gusto natürlich stark variieren können. Als kleine Übersicht könnt ihr euch an folgender Tabelle orientieren:

 

  • Einzelfahrt mit dem ÖPNV = 1,45 Euro
  • Tagesticket mit dem ÖPNV = 6,15 Euro
  • 2 Liter Wasserflasche im Supermarkt (Pingo Doce) = 0,35 Euro
  • Eine Flasche Hauswein im Restaurant = 5,00 – 7,00 Euro
  • Bier (0,5 L) im Restaurant = 1,50 – 2,50 Euro
  • Espresso im Café = 0,70 Euro
  • Törtchen (Pasteis) im Café = 1,00 Euro
  • Essen im Restaurant = 8,00 – 14,00 Euro
Kuchentheke in Lissabon

Vor allem bei der Auswahl der Restaurants haben wir bewusst die Restaurants entlang der touristisch stark besuchten R. Augusta oder am Rossio-Platz gemieden. Man merkt schnell (und wir haben auch viele Insidertipps bekommen), dass die günstigeren und besseren Restaurants oft eher versteckt in den kleineren Gassen abseits der Touristenströme liegen. Mehr Infos dazu findet ihr in meinem Restaurantführer Lissabon.

Glücklicherweise bezahlt man auch in Portugal mit dem Euro, wodurch man sich das eher lästige Geld wechseln sparen kann. Wir nutzen bereits seit Jahren auf unseren Reisen immer unsere Visa-Kreditkarte der DKB, mit der ihr  kostenlos Geld an allen Visa-Automaten der Eurozone abheben könnt.

Café in Lissabon

Kurztrip Lissabon – Mobilität

Der öffentliche Nahverkehr ist ziemlich preiswert. Lissabon durchziehen aktuell vier, zumeist unterirdische, Metro-Linien (siehe Metro-Plan) und 5 Straßenbahnlinien, die sogenannten Eléctricos.  Diese stellen ein beliebtes Postkartenmotiv dar und werden in den Sommermonaten überwiegend von Touristen genutzt.

Die Linien der Eléctricos verlaufen meistens straßenbündig, was häufig zu Einschränkungen und Verspätungen aufgrund des normalen Straßenverkehrs führt. Bei Touristen besonders beliebt, und auch von uns gerne genutzt, sind die Linien 28E von Martim Moniz nach Campo Ourique (Prazeres) sowie die 12E, welche im Uhrzeigersinn durch Alfama führt und so die 28E entlastet.

Tram in der Alfama Lissabon

Für euren Aufenthalt in Lissabon empfehle ich die Viva Viagem Card, ein wiederaufladbares Ticket, welches ihr in allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Lissabon nutzen könnt. Das Prinzip der Karte ist recht simpel: ihr kauft euch diese Karte entweder am Automaten oder am Ticket-Schalter für einmalig 0,50 Euro. Die Karte ist dann 1 Jahr gültig ist und ihr könnt diese immer wieder mit neuem Guthaben aufladen. Dazu habt ihr folgende Optionen (Stand 08/2017):

 

  1. Einzelfahrt für 1,45 €:Sobald ihr es in Bahn oder Bus entwertet habt, könnt ihr eine Stunde lang Bus und Bahn nutzen und auch innerhalb der Verkehrsmittel umsteigen.
  2. Tagesticket für 6,15 €: Wenn ihr plant, die öffentlichen Verkehrsmittel häufiger als 5 mal am Tag zu nutzen, empfehle ich euch das Tagesticket, mit dem ihr alle Verkehrsmittel außer den Fähren innerhalb Lissabons für 24 Stunden beliebig nutzen könnt.
  3. Zapping (Kombi-Spar-Ticket): Falls ihr kein bestimmtes Ticket kaufen möchtet, könnt ihr eure Card auch mit einem Guthaben zwischen 3,00 und 40,00 Euro aufladen. Sobald ihr ein Verkehrsmittel nutzen wollt, haltet ihr eure Viva Viagem Card an den Kartenleser und der Preis für die Fahrt wird entsprechend vom Guthaben abgebucht. Bei dieser Nutzung erhaltet ihr zusätzlich einen Rabatt, sodass  die maximal einstündige Fahrt inklusive Umstieg mit nur 1,30 Euro berechnet wird.
Straßenbahn Plan Lissabon
Gut zu wissen: Denke aber daran, dass du deine Viva Viagem Card nur mit einer der drei Optionen aufladen kannst. Wenn du innerhalb der Optionen wechseln möchtest, musst du das bestehende Guthaben vorher aufbrauchen.

Durch den Entfall der Roaming-Gebühren innerhalb der EU ist auch die Internet-Nutzung auf dem Smartphone oder Tablet glücklicherweise kein Problem mehr. Um die für uns besten Verbindungen zu suchen, habe ich gerne Google Maps genutzt.

Das hat den Vorteil, dass ihr so neben den Verbindungen auch die Abfahrtszeiten der jeweiligen Verkehrsmittel erfahrt. So stellt die Navigation innerhalb Lissabons meiner Meinung nach keine große Herausforderung mehr dar.

Streetart in Belem

Lissabon Insidertipps – Sightseeing

In den insgesamt 6 Tagen, die wir in und um Lissabon verbracht haben, konnten wir so einiges sehen und kennenlernen. Das hier waren unsere und wahrscheinlich bei fast jedem Besucher die beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Weitere Infos und Highlights findet ihr übrigens hier: Lissabon – Sehenswürdigkeiten

Castello de Sáo Jorge: Die wechselvolle Geschichte der weit sichtbaren Burganlage reicht bis in die römische Herrschaftszeit um 200 v.Chr. zurück. Zur Mitte des 11. Jahrhunderts wurde die Festung durch die islamischen Mauren weiter ausgebaut und diente nach Rückeroberung durch König Dom Alfonso Henriques als königliche Residenz. Heute kann man frei zwischen den Bäumen der Burganlage spazieren und den einzigartigen Blick über Lissabon und das Tejo-Delta genießen.

Castello de Sao Jorge

Alfama: Der ganze Stadtteil ist ein kleines Highlight für sich. Als ältester Stadtteil ist Alfama mit einem Labyrinth aus kleinen Gassen und Straßen durchzogen, durch die man wunderbar vom Castello wieder runter an das Tejo-Ufer spazieren kann.

Wer nicht laufen möchte, kann zwischendurch auch die Straßenbahnlinien E12 oder E28 nutzen, die sich in regelmäßgen Abständen durch den Stadtteil zwängen. Egal ob per Bahn oder zu Fuß empfehle ich zwischendurch halt an einem der Miradouros zu machen, einen der Punkte, die wieder eine wundervolle Aussicht über die Stadt bieten.

Miradouros de Santa Luzia: Einer der wahrscheinlich beliebtesten, weil direkt an einer Haltestelle der E28 gelegen, Aussichtspunkte ist der Miradouro de Santa Luzia. Von hier kann man auch bequem direkt zum Castello, der Kathedrale Sé oder dem National Pantheon laufen.

Tram in Lissabon

National Pantheon: Die eigentliche Santa Engrácia, eine barocke Kirche aus dem 17. Jahrhundert beherbergt heute das nationale Pantheon und die Grabstätten einiger berühmter Portugiesen wie den ersten Königen Afonso Henriques und Sancho I. oder den Entdecker Vasco da Gama.

Vom Dach aus hat man ebenfalls einen herrlichen Ausblick auf den Tejo. Wer an einem Dienstag oder Samstag hier ist, sollte nicht den nahgelegenen Flohmarkt Feira da Ladra verpassen.

Straßenbahn fahren: Ich bin grundsätzlich ein Freund des öffentlichen Nahverkehrs. Noch faszinierender ist es, wenn man in den alten, urtümlichen Wagons der Linien 12 und 28 durch die engen, steilen Gassen der Altstadt rumpelt. Definitv ein Highlight, was jeder Besucher Lissabons einmal gemacht haben sollte.

Auf dem National Pantheon in Lissabon

Belém: Wer kann sollte sich etwas Zeit nehmen auch in den etwas außerhalb gelegenen Stadtteil Belém zu fahren. Hier locken u.a. das Mosteiro dos Jerónimos, ein Kloster der Hieronymiten aus dem frühen 16. Jahrhundert und seit 1983 aus UNESCO Weltkulturerbe, sowie der Torre de Belém.

Der 35 Meter hohe Turm direkt am Tejo wurde 1515 von König Manuel I. als Verteidigungsanlage in Auftrag gegeben und lag ursprünglich direkt auf einer kleinen Insel im Fluss, im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Land immer weiter angenähert und der Turm ist nun über eine kleine Brücke fußläufig zu erreichen.

Torre de Belem

Märchenschlösser in SintraEin Auflug in diese Kleinstadt etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon ist auf jedne Fall eine Reise wert, denn hier kannst du auf kleinem Raum zahlreiche, oft jahrhundertealte Paläste und Burgen bestaunen. Dazu gehören u.a. das Palácio Nacional da Pena, das Castelo dos Mouros und unser Extra-Tipp das Schloss Quinta de Regaleira, mit seinen verwunschen wirkenden Gärten, welche durch Tunnel und Höhlensysteme durchzogen sind.

Cascais: Ebenfalls nur etwa 25 Kilometer entfernt von Lissabon liegt das malerische Fischerörtchen Cascais, welches sich sehr gut fußläufig erkunden lässt und dazu zum Entspannen am Strand einlädt. Von hier aus kann man auch den Boca do Inferno (dt. Höllenmund) besichtigen, einer Schlucht in den Felsklippen, in der die Wellen bei Flut hineingepresst werden und man spektakuläre Wasserfontänen sehen kann.

Blick auf den Pena Palast

Lissabon – Kurioses und Amüsantes

Gleich an unserem ersten Tag in Lissabon hat mich vor allem ein Geschäft überrascht: das O Mundo Fantastico da Sardinha Portugesa. Auf den ersten Blick sieht dieses Geschäft aus wie Spielzeuggeschäft, entsprungen aus Harry Potters Winkelgasse oder der Schokoladenfabrik von Willi Wonka.

Quietschbunt mit einem kleinen Karussell und einem Miniatur-Riesenrad. Doch zu kaufen gibt es dort: Sardinen. Und zwar eingelegt Sardinen in der Dose, welche als Geschenk gedacht sind, da auf jeder Dose die Jahreszahl steht und welche berühmte Person im selben Jahr geboren wurde – in meinem Fall Rihanna und Adele. Mit einem Preis zwischen 5 und 8,50 Euro pro Dose jedoch kein ganz günstiges Vergnügen.

Gut zu wissen: Da die Dosen mehr als 100ml Flüssigkeit enthalten, darf man diese nicht im Handgepäck mit sich führen.

Überraschend, wenn auch nicht im positiven Sinne, war die große Zahl an Drogendealern, welche vornehmlich männliche Touristen immer wieder ansprechen, ob man nicht „some cannabis“ oder „some drugs“ kaufen möchte. Pro Tag wurde ich mindestens 3 Mal, angesprochen, das Maximum lag bei 7 Versuchen, und das obwohl manchmal Polizisten keine 30 Meter entfernt standen. Besonders häufig wurde ich am Praca do Rossio angesprochen, direkt im touristischen Zentrum.

Sardinengeschäft in Lissabon

Essen in Lissabon

Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber bevor ich nach Lissabon kam hatte ich weder das Land noch die einheimische Küche wirklich auf dem Schirm. Während man bei England vielleicht an Fish ´n Chips oder bei Italien direkt an Pizza denkt, hatte ich bei Portugal absolut keine Vorstellung, welche Speisen mich erwarten könnten.

Also habe ich vorab etwas gegoogelt und wurde immer neugieriger. Als wir dann endlich vor Ort waren, konnte ich mich durch allerlei Leckerbissen schlemmen. Dazu gehörten z.B. die Caldo Verde oder auch die Francesinha. Welche Restaurants und Cafés wir besucht haben erfahrt ihr hier: Essen in Lissabon

Fertiges Francesinha aus Porto

Grundsätzlich ist die portugiesische Küche durchaus rustikal und deftig. Sie wird vor allem durch Fisch, Meeresfrüchte und Fleisch mit Reis und Kartoffeln geprägt, woran ich auch durchaus Gefallen finden kann, da ich mich jeden Tag durch neue Kombinationen probieren konnte. Glücklicherweise ist das Essen in Lissabon im Vergleich zu Deutschland etwas günstiger, für unseren Aufenthalt schätze ich die Ersparnis auf etwa 20%.

Gegessen wird meistens später als in Deutschland. Mittags zwischen 13 und 15 Uhrabends ab etwa 20 Uhr. Jedoch kommen die Einheimischen auch gerne mal ein bis zwei Stunden später. Also wenn ihr bereits um halb 8 Hunger habt, stehen die Chancen groß, dass ihr auch noch einen freien Tisch bekommt.

Für unentschlossene Esser gibt es übrigens in Lissabon auch noch einige ganz interessante Food-Touren*:

In den Restaurants ist ein Couvert als Appetizer üblich, ein Gedeck zumeist aus Oliven, Brot, Butter, Käse und manchmal noch verschiedene Pasteten. Sieht lecker aus, schmeckt zumeist auch gut. Bedenke jedoch, dass dieses Gedeck keine Aufmerksamkeit des Hauses ist, sondern mit auf die Rechnung kommt, sobald ihr es esst.

Essen im Restaurant

Kurztrip Lissabon – Mein Fazit

Lissabon ist das perfekte Ziel für einen Kurzurlaub. Es ist einfach zu erreichen, bietet Sonne, Kultur, Sehenswürdigkeiten und leckeres Essen. Auch die Mobilität ist in Lissabon ganz einfach, man man viele Strecken zu Fuß oder sonst mit einer Tram bequem zurücklegen kann.

Wart ihr bereits in Lissabon und habt noch weitere Tipps? Schreibt mir eure Meinungen gerne in den Kommentaren. Wenn ihr noch weitere Inspirationen für euren nächsten Urlaub sucht, schaut mal in meine weiteren Reiseführer.

Hey, ich bin Henrik und der Kopf hinter Fernweh Koch. Als leidenschaftlicher Reisender mit viel Appetit reise ich um die Welt, immer auf der Suche nach tollen Reisezielen und leckerem Essen. Wenn ihr mehr Informationen und Impressionen wollt, folgt mir gerne auf Facebook, Pinterest und Instagram. Klickt dazu einfach auf das jeweilige Bild unten. Ihr findet Fernweh-Koch außerdem bei Bloglovin und Flipboard.

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