Cornish Pasties Rezept
Rezept Cornish Pasties

Cornish Pasty

Cornwall / England

20 Minuten + Backzeit

Cornish Pasties stammen aus dem südenglischen Cornwall. Die mit allerlei rustikalen Zutaten gefüllte Pastete war ein beliebtes Essen bei Minenarbeitern, die diese Pastete mit in die Bergwerke nehmen konnten. Dabei war vor allem der dicke Rand wichtig.

Warum das so ist, zeige ich euch in diesem (fast) originalen Rezept für die Cornish Pasties.

Cornish Pasties stammen aus dem südenglischen Cornwall. Die mit allerlei rustikalen Zutaten gefüllte Pastete war ein beliebtes Essen bei Minenarbeitern, die diese Pastete mit in die Bergwerke nehmen konnten. Dabei war vor allem der dicke Rand wichtig.

Warum das so ist, zeige ich euch in diesem (fast) originalen Rezept für die Cornish Pasties.

Cornish Pasties

Letztes Wochenende ist bei mir der Backwahn ausgebrochen, denn neben meinen schwäbischen Dinnete habe ich auch noch diese leckeren Pasteten aus Cornwall gebacken.

Die Cornish Pasties stammen aus dem Süden Englands und waren früher schon ein beliebtes Mittagsgericht für die Berg- und Minenarbeiter aus Cornwall. Mehr dazu findet ihr weiter unten in der Historie.

Die leckeren englischen Pasteten sind zwar kein kulinarisches Highlight für Gourmets, sondern ein echt bodenständiges, gut füllendes Mittagessen, welches auch hervorragend transportiert werden kann. Ich habe mich selber mal an der Zubereitung dieses englischen Gebäcks versucht und herausgekommen ist dieses (fast) originale Cornish Pasties Rezept.

fertige Cornish Pasty

Zutaten für 4 Cornish Pasties

Für den Teig:

  • 400 Gramm Dinkel und/oder Weizenmehl
  • 125 Gramm Butter
  • 125 ml Wasser
  • Etwas Salz
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • 300 Gramm Rindfleisch (ich hab Rindergulasch genommen)
  • 2-3 Kartoffeln
  • 2 Steckrüben (ich hab stattdessen je 2 Pastinaken und Möhren genommen – Ich sag ja: fast Original ^^)
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Thymian, Paprikapulver
Zutaten für Cornish Pasties

Zubereitung der Cornish Pasties

1. Mischt das Mehl mit dem Ei, der Butter und dem Salz und knetet den Teig gut durch. Gebt dabei löffelweise immer wieder etwas Wasser hinzu, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der aber nicht klebt. Stellt den Teig zum Ruhen gekühlt beiseite.

2. Während der Teig ruht, könnt ihr die Zwiebeln, Kartoffeln und Rüben (meistens Steckrüben, aber die waren grade nicht zur Hand, daher Pastinaken und Karotten) schälen und in kleine Stücke schneiden. Wenn diese kleiner sind, garen sie später schneller.

Pastinaken und Kartoffeln klein schneiden

3. Schneidet ebenfalls das Rindfleisch in kleine Stücke und mischt dieses anschließend mit dem Gemüse und den Gewürzen. Ihr könnt ruhig kräftig würzen, da die Cornish Pasties sonst etwas „lasch“ schmecken. Wenn ihr möchtet, könnt ihr natürlich noch ein paar weitere Zutaten hinzugeben. Ich habe mal ein süßes Pasty ausprobiert und ein paar Rosinen mit hinzugegeben.

Füllung für die Cornish Pasties

4. Wenn der Teig etwa 30-40 Minuten geruht hat, könnt ihr diesen nochmal durchkneten und in 4 Teile teilen. Rollt jedes Teigstück zu einem Kreis aus. Achtet aber darauf, dass der Teig nicht zu dünn ist, da der Teig sonst schnell reißen könnte. Ich habe gute Erfahrungen mit einer Teigstärke von etwa 3mm gemacht.

Cornish Pasty - Teig ausrollen

5. „Befüllt“ nun den ausgerollten Teig auf einer Hälfte mit der gewürzten Cornish Pasty Füllung und lasst etwa 1-2 cm Rand frei.

Cornish Pasty befüllen

6. Klappt nun die andere Hälfte von Teig über, wie bei einer Calzone Pizza. Drückt die Ränder gut an. Geübtere Bäcker können an dieser Stelle gerne ein paar schöne Muster eindrücken. Ich freue mich über die Bilder eurer Ergebnisse ^^.

7. Bestreicht nun noch das Cornish Pasty mit etwas Eigelb und stecht mit einem Zahnstocher noch Löcher hinein.

befüllte Cornish Pasty

8. Heizt den Backofen auf ca. 220°C vor. Ich verwende zum Backen gerne meinen Pizzastein*, da hier beim Backen noch Flüssigkeit entzogen wird und das Backergebnis später knuspriger ist. Lasst die Cornish Pasties für etwa 20 Minuten backen und reduziert anschließend die Hitze auf etwa 175°C und lasst sie für weitere 20 Minuten weiter backen. Lasst die Pasties nach Ende der Backzeit noch einmal kurz Ruhen und serviert diese dann anschließend beispielsweise mit einigen leckeren Dips.

fertige Cornish Pasty

Cornish Pasties – Mein Fazit

Ich kann verstehen, wieso die Pasties in Cornwall früher und auch sicher heute so beliebt sind. Man kann sie unkompliziert zubereiten und auch manchmal etwas „Resteverwertung“ machen, wenn man noch ein paar Zutaten übrig hat. Außerdem eignen sich eine Cornish Pasty auch als Mittagessen bei der Arbeit, da man es gut transportieren kann und sowohl warm als auch kalt schmeckt.

Wenn ihr übrigens die vegetarische Variante bevorzugt, schaut doch mal im Rezept von Claudias Gemüseliebelei nach. Für alle, die noch auf der Suche nach anderen Leckereien sind, habe ich hier noch meine Rezeptesammlung.

Was haltet ihr denn von den Cornish Pasties? Würdet ihr die Pasteten aus Südengland mit zur Arbeit nehmen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Küste von Cornwall

Exkurs: Geschichte der Cornish Pasties

Ursprünglich waren die Cornish Pasties ein Mittagessen der Minenarbeiter Cornwalls. Die Ehefrauen füllten diese mit allerlei Zutaten, von süß bis herzhaft oder auch halb-halb. Um sein Pasty zu markieren, wurden meistens die Initialen des jeweiligen Bergarbeiters in den Teig eingeritzt.

Der Dicke Rand war dazu da, dass die Männer die Pasties einfach mit der Hand essen konnten. Dieser wurde übrigens nicht mitgegessen, sondern wurde den „Minenkobolden und -geistern“ zugeworfen. Positiver Effekt: Im Bergwerk wurde oft viel giftiges Arsen frei, mit dem die Hände der Männer in Berührung kamen. Da der Rand weggeworfen wurde, aßen sie die Giftstoffe nicht mit.

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